Wehmütiger Abschied
15.07.2016
„Niemals geht man so ganz“ - ein Motto das Maria Gargavani, Aaron Wörz, Bircan Seyrek und Karlotta Harsch für ihren beinahe letzten Auftritt gewählt hatten. Gemeinsam mit Lehrer Albrecht am Klavier eröffneten die vier Zehntklässler die Entlassfeier der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule. Ihre letzte Vorstellung gaben sie mit „The Rose“, viel Gefühl und Gänsehaut bei Lehrern, Eltern und Mitschülern.
„Diese Feier rührt mich an, geht mir nahe und trotzdem ist es ein gutes Gefühl hier zu stehen, weil so ziemlich alle glücklich sind“, bestätigte Rektorin Anne Dorothee Schmid in ihrer kleinen Ansprache zur Abschlussfeier der Neunt- und Zehntklässler. „Es war ein super Schuljahr“, fand auch Schulsprecherin Gargavani und dankte Lehrern, Sekretariat, Hausmeister und Schülern, die den Schülern den Weg zum Abschluss geebnet hatten.
„Die Freude überwiegt im Moment“, sagte Schmid. „Aber euer Lebensrhythmus wird sich nun etwas ändern.“ Das Lernen auf die Abschlussprüfung fällt weg, im Moment ist Feiern und Faulenzen angesagt. „Eure Schulzeit bestand sicherlich nicht nur aus Erfolgen und Misserfolgen und es ist nur natürlich, wenn sich unter die Gefühle auch ein wenig Wehmut mischt“, gab Schmid ihren Abgängern mit auf den Weg. „Nun müsst ihr den Mut aufbringen durchzustarten.“ Zum einen seien die meisten sicherlich froh „die Zeit auf der Schule rum zu haben“, andererseits werde das geregelte Leben, der organisierte Tagesablauf sicherlich auch fehlen. „Ihr seid unsicher, was jetzt kommt, wie es weiter geht, wollt die Zeit anhalten, feiern. Doch dann geht ihr zielsicher weiter in eure Zukunft; und ich bin sicher: eure Zukunft hält etwas ganz Besonderes für euch parat. Dafür wünsche ich euch Erfolg, Glück und Durchhaltevermögen.“
Anschließend überreichte Schmid gemeinsam mit Konrektorin Daniela Laur zuerst den Neuntklässlern ihre Zeugnisse.
Nach einer musikalischen Einlage von Herrn Albrecht und Kollegin Sandra Fiedler zum Abschied der doch lieb gewonnenen Schülerinnen und Schüler lies es sich Klassenlehrerin Christine Delmonte nicht nehmen „ihre Zehner“ mit vier speziellen Auszeichnungen zu versehen. Zum einen für das friedvolle Zusammenleben einer Klasse, die aus unglaublich vielen Nationalitäten zusammengesetzt war. Zum anderen für ihr soziales Engagement, als die Zehner einhellig beschlossen ihr lieb gewonnenes Klassenzimmer für eine andere Klasse zu räumen, um in ein fast winziges Klassenzimmer umzuziehen. „Ihr ward die sauberste Klasse“, lobte Delmonte, „und die Klasse mit dem höchsten Krankenstand an der Schule überhaupt. An genau sechs Tagen in diesem Schuljahr waren alle Schüler anwesend.“
Mit der Übergabe der Preise und und Belobigungen fand die Feierstunde ein würdevolles Ende.