Ein Tag, drei Gotteshäuser, eine Friedensbotschaft

19.12.2019

Ein Tag, drei Gotteshäuser, eine Friedensbotschaft

Kürzlich begab sich die Klassenstufe 9 der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule auf einen außergewöhnlichen Ausflug. Die Schülerinnen und Schüler besuchten begleitend zum aktuellen Unterrichtsthema (in den Fächern Religion und Ethik) Gotteshäuser der drei Weltreligionen. Frau Gnahm, Frau Rudenko und Frau Wade gingen mit den Schülern zuerst in die DiTiB Moschee in Laichingen, wo ihnen vom Vorsitzenden der islamischen Gemeinde Laichingens, Halil Dinc, dem Imam und einigen Gemeindemitgliedern ein warmer Empfang bereitet wurde. Die Gruppe bekam zuerst im Gebetsraum der Moschee grundlegende Informationen zum Islam, zu islamischen Ritualen und Traditionen, und sogar dem Gebetsruf durfte sie lauschen. Im Anschluss fand im Gemeinschaftsraum der Moschee noch eine offene Runde mit Snacks und Getränken statt, wo die Schüler ihre Fragen zu Religion und Kultur loswerden konnten.

Danach ging es für die 9.- Klässler mit dem Bus weiter in die Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg in Ulm. Dort empfing sie Rabbiner Shneur Trebnik und lud in den Versammlungsraum der Synagoge ein. Die Schüler lernten, dass eine Thora-Schriftrolle rund 40 m lang ist, die langen Bärte traditionell ein Erkennungsmerkmal der Juden sind und dass eine Kippa, die traditionelle Kopfbedeckung männlicher Juden, im Inneren der Synagoge als Zeichen von Respekt Pflicht ist.

Besonders beeindruckt waren die Schüler und Lehrer über die allumfassende Friedensbotschaft, die sie von den geistlichen Vorständen beider Religionen zu hören bekamen. Sowohl in der Moschee als auch in der Synagoge wurden Respekt und Toleranz in der Gesellschaft und gegenüber anderen Religionen groß geschrieben. Außerdem scheute man sich nicht vor schwierigen Fragen zu Themen wie Rechtsextremismus, religiöse Anfeindungen und Terrorismus, die von den Schülern angesprochen wurden.

Im Anschluss an diese Begegnungen, bekam die Gruppe noch eine Führung durch das Ulmer Münster, wo die Baugeschichte und Eigenarten des mit 161,53m höchsten Kirchturms der Welt vermittelt wurden.

Insgesamt ein sehr erfolgreicher, beeindruckender Tag, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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